Stein der Götter – Leben und Sterben in Brajanopolis

SteinDerGoetter1Nächsten Donnerstag, am 27.8.2015, erscheint das neue Myranor-Abenteuer „Stein der Götter“ aus der Feder von Marc Jenneßen offiziell im Handel. Höchste Zeit für Teil drei unserer kleinen Teaser-Reihe zum Abenteuer:

 

Brajanopolis – Heimat ist da, wo das Gold ist …

… und zwar egal, wie es dort aussieht! Allerdings muss dieses Gold hart verdient werden. Denn sonst gibt es nur wenige Gründe, in dieser Stadt zu verbleiben, die, wie ein anderer Myranor-Autor während der Schreibarbeiten meinte, wohl zu den dreckigsten und heruntergekommensten, aber auch gefährlichsten Städten des Imperiums gehört. Und zu den wichtigsten Gründen gehört Macht und all das, was an Edelmetallen die Menschen (oder Leonir, Amaunir usw.) dazu bringt, sich gegenseitig zu töten.

Doch wie wurde Brajanopolis zu der verkommenen Stadt, die sie heute ist? Schon immer eine raue Bergbausiedlung gewesen, sorgte der gewaltsame Verlust des Status der Provinzcapitale dafür, dass Brajanopolis seine politische Macht weitgehend verlor. Der Trodinar wurde plötzlich nicht mehr von einem Quoran gestellt und residierte auch nicht mehr in der Stadt, sondern in einer neuen Provinzmetropole. Der einzige politische Einfluss, den die Stadt noch ausübte, wurde durch die Unmengen an Edelmetallen und Erzen, die hier gewonnen wurden, wahrgenommen. Waren es zuerst Tribute und dann Abgaben, so sind es heute Bestechungsgelder, die dafür sorgen, dass man die örtlichen Machtgruppen ihre politischen Spielchen treiben lässt. Zwar gibt es Gesandte des Trodinars und des Horas, doch die bisherigen Vertreter kümmern sich nicht wirklich um die Ordnung in der Stadt. Vielleich ändert sich ja etwas durch die neue Gesandte Flaphyria, eine junge und idealistische Optimatin, die im Namen des Horas in der Stadt weilt…

Die Zustände sind vor allem von der Gier bestimmt: Jeder will das Meiste, am besten alles! Dabei schöpfen einige wenige einen großen Teil der Gewinne ab, während der großen Masse nichts anderes übrig bleibt, als in Bergwerksschächten und Steinbrüchen harte und dreckige Arbeiten zu verrichten, in heruntergekommenen Hütten und Häusern zu hausen und wer weiß was aus der Magofaktur der Stadt, aus deren Schlote merkwürdig schillernde farbige Wolken in den Himmel steigen, einzuatmen. Diese Leute suchen ihre Freude in Schnaps, Rauschkraut und Huren – allesamt nicht unbedingt Dinge, die für Ruhe und Frieden sorgen.

Doch es gibt auch die freien Schürfer. Meist beginnt ihr Weg mit einer Lizenz, die es ihnen erlaubt, auf einem Stückchen Land nach Edelmetallen zu schürfen, und endet in Muqda, dem heruntergekommensten Viertel der Stadt, errichtet unterhalb einer Abraumhalde am Rande von Brajanopolis. Mit ihren – seltenen – Gewinnen finanzieren sie, genau Schnaps, Rauschkraut und Huren, um bei einem wirklich großen Fund übervorteilt zu werden und von den Mächtigen regelrecht ausgeplündert zu werden.

 

Heimisch werden!

Tja, bei solchen Aussichten will man doch vor allem eines! Heimisch in diesem beschaulichen Örtchen werden, einen ehrenvollen Beruf ausüben und ein Haus bauen… Naja, nicht wirklich, aber wer weiß schon – vielleicht gelingt es den Charakteren, sich mit Glück und Dreistigkeit eine gewisse Position aufzubauen und diese zu verteidigen. Um nicht in irgendwelchen heruntergekommenen Herbergen absteigen zu müssen, können die Charaktere entweder ein Haus bauen oder eines von einer der gescheiterten Existenzen übernehmen, die nichts lieber wollen, als Brajanopolis wieder zu verlassen. Darüber hinaus finden sich Beschreibungen zum sozialen Leben in der Stadt – doch die große Frage ist: Warum das Ganze? Nun, es passiert so einiges im Verlauf des Abenteuers mit der Stadt und es liegt durchaus in der Hand der Charaktere, ob Brajanopolis am Ende als  niedergebrannte Ruinenstadt endet oder ob es sich wie ein Phönix aus der Asche erhebt. Und da das Abenteuer recht ergebnisoffen ist, bieten wir am Ende auch nur diverse Vorschläge an, was mit der Stadt und ihren Bewohnern in der Zukunft passieren wird. Aus diesem Grunde möchten wir euch einladen, diese kleine, gierige Stadt einmal zu besuchen, da, wo ihr nicht unbedingt Helden sein müsst, um euren Stempel aufzudrücken und das Schicksal der Stadt und seiner Bewohner zu beeinflussen! Kommt nach Brajanopolis und versucht euer Glück!