Splittermond

Splittermond ist ein klassisches Pen&Paper-Fantasy-Rollenspiel, das vom Uhrwerk Verlag neu entwickelt wurde und im Sommer 2014 erschienen ist. Unter dem zersplitterten Mond von Lorakis müssen sich die Spieler und ihre Abenteurer zahlreichen Herausforderungen stellen: Gefährliche Bestien durchstreifen die Frostweite, Intrigen und Rivalitäten halten den Mertalischen Städtebund in Atem und in den Verheerten Landen warten uralte Ruinen der Drachlinge auf Erkundung.
Der Mondenfall

Als einer der drei Monde barst, blickten die Menschen, Alben, Zwerge, Gnome und Varge furchtsam in den Himmel, um das unheimliche Schauspiel zu beobachten. Niemand ahnte zu dieser Zeit, dass mit dem Bersten des Mondes eine neue Zeit anbrechen würde, eine Zeit, die die Ketten der Drachlingsherrschaft sprengen und eine neue Ära beginnen sollte.

Hoch oben über der Welt spielte sich ein Ereignis ab, das gleichsam von kosmischer Schönheit wie von fürchterlichem Schrecken war: Die Flanke des Blauen Mondes, wie er damals noch genannt wurde, brach auf und schleuderte einen gewaltigen Steinschauer in die Finsternis.

Für die in den Himmel blickenden Völker war es ein ehrfurchtgebietender Anblick: Funkensprühend stürzten die brennenden Bruchstücke in die Tiefe. Einige zerbarsten zu kleineren Trümmern und verglühten während des Flugs, andere stürzten weit entfernt von jeder Küste in die See. Viele aber hinterließen bei ihrem Sturz verbrannte Erde, zertrümmerte Berghänge und tiefe Klüfte. Sie trafen auf eine Welt, die nie wieder so sein sollte wie vor der Zersplitterung des Mondes: Lorakis.

 

[youtube]aKaYvy6Ppx0[/youtube]

 

Aus den Trümmern

Als die Staubwolken niedersanken, die der Sturz der Trümmer in den Himmel geschleudert hatte, als die Asche sich legte, die aus den zahlreichen Feuern aufgestiegen war, als die Völker es wagten, aus ihren Verstecken zu kommen, hatte der Sturz des Mondes das Angesicht von Lorakis verändert. Tiefe Krater waren entstanden, wo zuvor Wald gewesen war. Hügelketten waren dem Erdboden gleichgemacht. Die Städte der Drachlinge, der alten Herrscher, lagen in Trümmern. Und die Völker von Lorakis begannen den langen, entbehrungsreichen Aufbau ihrer Welt. Heute, tausend Jahre nach dem Kataklysmus, liegen idyllische Seen in gerissenen Kratern, wächst Gras auf aufgeworfenen Klüften, und nur noch der Splitterschweif und der geborstene Mond zeugen von dem Ereignis, das eine neue Zeit eingeleitet hatte.

Die Völker von Lorakis haben ihre Reiche errichtet, Inseln der Zivilisation in einer wilden Welt. Von den Küsten der Frostlande bis zu den Dschungeln der Stromlandinseln, von den Klippen Westergroms bis zu den Hafenstädten Zhoujiangs finden sich ihre Siedlungen. Stolz in ihrer Mitte erhebt sich Ioria, größte Metropole von Lorakis, Sitz des göttlichen Orakels, seit Urzeiten eine heilige Stätte.

Aber noch immer lauern Gefahren in den weiten Landen von Lorakis. Noch immer warten Geheimnisse darauf, erkundet zu werden, harren Mysterien aus längst vergangener Zeit auf Entdeckung, die die Geschichte ebenso betreffen können wie die Zukunft. Noch immer braucht es tapfere Männer und Frauen, die sich den Gefahren dieser Welt stellen, die die Sicherheit ihrer Heimat verlassen, um die Welt zu erkunden, die das Bersten des Splittermondes so nachhaltig geformt hat.

Und noch immer blicken die Völker in den Himmel, wenn ein Trümmerschauer herniedergeht, noch immer fällt ihr Blick auf den Splittermond, voller Angst, voller Ehrfurcht – oder voller Mut.


Träger der Splitter

Die Splitter des Mondes haben die Welt verändert – aber nicht immer auf offensichtliche Art. Nicht jedes Trümmerstück, das vom Mond herabstürzte, erreichte auch den Boden. Es gibt Legenden, dass ein Kind, das während eines Sternenschauers geboren wird, besondere Gaben in sich tragen solle, da es die Kraft der verglühten Splitter in sich aufnehme. Es gibt zahllose Sagen über große Helden und finstere Schurken, mutige Taten und düstere Verbrechen. Von Land zu Land, von Volk zu Volk gibt es andere Erklärungen, und kaum jemand vermag zu sagen, wieviel Wahrheit in diesen Geschichten wirklich steckt.

Und so wandern die Träger der Splitter noch unerkannt über die Welt. Manche verwenden ihre Gaben für das Gute, andere hegen böse Absichten, und wieder andere erkennen ihr Leben lang nicht, dass ihnen etwas Besonderes innewohnt. Vielleicht weiß das Orakel, welche Rolle die Splitterträger in Zukunft zu spielen haben, aber falls dem so ist, falls es überhaupt eine solche Rolle gibt, schweigen die Priester, die den Tempel in Ioria hüten. Und so ist nur eines sicher: Auch die Träger der Splitter werden eines Tages Lorakis verändern.
Die Regeln von Splittermond

Die Leitlinie des Regelsystems zu Splittermond ist es, Komplexität in den Optionen und Spielmöglichkeiten auf einfachem Wege abzubilden. Der Kernmechanismus des Spiels besteht aus einer Probe mit 2W10, die mit einem Fertigkeitswert addiert wird, und deren Ergebnis eine Schwierigkeit erreichen oder übertreffen muss – und dieser Mechanismus zieht sich durch das ganze Spiel, gleich ob es um Fertigkeitsproben, Magie oder Kampf geht.

Der Fokus von Splittermond liegt dabei nicht auf einer bestimmten Art von Genre oder Setting, vielmehr ist das Ziel der Regeln, Abenteuerspiel auf verschiedene Arten zu ermöglichen. Aus diesem Grunde steht nicht nur, wie in manch anderen Fantasy-Systemen, der Kampf im Fokus des Regelwerks, sondern auch die profanen Fertigkeiten, um etwa Intrigenabenteuer, Entdeckungen und anderes mit Regeln zu unterstützen. Denn das Ziel in Splittermond ist schließlich eines: Abenteuer zu erleben, gleich welcher Art sie sind!
Ihr wollt mehr wissen?

Alles weitere zum Spiel erfahrt ihr auf der Splittermond Website.